
Es ist ein schwüler Sonntagmorgen im Juli 2026, das Fenster in meiner Würzburger Küche steht weit offen, und auf dem Papier vor mir starrt mich eine Nase an. Ehrlich gesagt sieht sie eher wie eine schiefe Kartoffel aus als wie ein Teil eines menschlichen Gesichts. Ich nippe an meinem Kaffee und muss schmunzeln – nach 35 Jahren im Schuldienst dachte ich, mich könnte so schnell nichts mehr aus der Fassung bringen, aber die Anatomie eines Mundwinkels ist hartnäckiger als eine quirlige 4b vor den Sommerferien.
Bevor ich euch von meinen Versuchen mit dem Menschen Zeichnen Masterkurs erzähle, ein kurzes Wort zur Transparenz: Auf dieser Seite finden sich Affiliate-Links. Wenn du über so einen Link einen Kurs kaufst, bekomme ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis rein gar nichts. Ich verlinke hier nur Dinge, die ich selbst mit meinem Ruhestands-Budget bezahlt und über Monate ausprobiert habe. Volle Ehrlichkeit, wie unter Kolleginnen.
Vom Klassenbuch zum Skizzenblock
Seit ich im Juli 2024 aufgehört habe zu unterrichten, ist mein Sonntagvormittag heilig. Von sieben bis neun gehört der Küchentisch mir, den Farben und der Stille. Angefangen hat alles mit dem Aquarell Online Kurs, den ich komplett durchgearbeitet habe. Aber irgendwann kam der Wunsch, die Gesichter meiner Enkelkinder festzuhalten. Nicht als perfektes Foto, sondern mit diesem flüchtigen Zauber, den nur Aquarell hat.
Doch da stieß ich an meine Grenzen. Ein Gesicht verzeiht keine Fehler. Wenn die Nase verrutscht, sieht das Kind plötzlich aus wie ein entfernter Verwandter aus der Steinzeit. Also habe ich mir den Masterkurs für Porträts gegönnt. Er ist auf 12 Wochen strukturiert und geht die Sache sehr systematisch an. Das gefällt der Lehrerin in mir, auch wenn die Schülerin in mir manchmal leise seufzt.

Das leise Kratzen und der Frust an der Oberlippe
Im Spätherbst 2025 saß ich an einem grauen Novembersonntag vor Lektion 3. Es ging um Mund und Nase. Ich sag’s euch: Das leise Kratzen des 2B-Bleistifts auf dem rauen Papier fühlte sich in der Stille meines Wohnzimmers viel zu laut an. Jeder Strich schien ein Urteil zu fällen. Ich habe Deutsch und Sachunterricht unterrichtet, ich kann komplexe Texte erklären, aber an der Krümmung eines Nasenflügels zweifle ich gerade an meiner gesamten Wahrnehmung.
Ein Moment der Wahrheit: Nach einer Stunde intensivem Radieren war das Papier an der Oberlippe so aufgeraut, dass die Graphitfarbe nur noch schmiert statt zu schattieren. Ich spürte ein leichtes Ziehen im Nacken, weil ich mich viel zu nah über den Küchentisch beugte, um die Schattierung des Mundwinkels zu erzwingen. Da wurde mir klar, dass ich eine Pause brauchte. Der Kurs ist fantastisch aufgebaut, aber mein Ehrgeiz war mir im Weg gestanden.
Ein Umweg über Heidelberg
Im März 2026, während einer Zugfahrt zu meiner Tochter nach Heidelberg, habe ich den großen Masterkurs kurz beiseitegelegt. Ich hatte mir stattdessen einen kleinen Skizzen-Videokurs für unterwegs gegönnt. Einfach nur, um wieder locker zu werden. Es ist wichtig zu verstehen: Warum Zeichnen lernen für Aquarellbilder auch ohne Talent möglich ist, hat viel mit dem Loslassen zu tun.
Ich lernte in dieser Zeit, dass die Nasenwurzel bei den meisten Menschen auf der gleichen horizontalen Linie wie die Augenwinkel liegt. Und dass die Breite des Mundes oft dem Abstand zwischen den Pupillen entspricht. Diese kleinen Proportionen sind wie Rechtschreibregeln – wenn man sie einmal verinnerlicht hat, muss man nicht mehr ständig im Duden (oder im Kurs) nachschlagen. Diese Reise hat mir geholfen, den Druck rauszunehmen, den der 12-Wochen-Plan anfangs bei mir aufgebaut hatte.
Die Erkenntnis: Konstruktion spart Malzeit
Jetzt, im Hochsommer 2026, bin ich wieder zum Masterkurs zurückgekehrt, aber mit einer anderen Einstellung. Ich habe eine wichtige Lektion gelernt, die ich gerne mit euch teile: Die anatomisch korrekte Konstruktion von Mund und Nase erfordert zwar einen höheren Zeitaufwand bei der Skizze, verkürzt jedoch die Dauer der finalen Aquarell-Ausarbeitung deutlich. Früher habe ich versucht, die Form mit der Farbe zu retten. Heute weiß ich: Wenn die Bleistiftlinie für die Nasenspitze sitzt, fließt das Aquarell fast von selbst an die richtige Stelle.
Beim Aquarellieren von Hauttönen arbeite ich mich jetzt von hell nach dunkel vor, wobei ich das Papierweiß oft als höchstes Licht auf dem Nasenrücken stehen lasse. Das wirkt viel lebendiger als jede weiße Deckfarbe. Wer wie ich eher mit dem Pinsel als mit dem Bleistift tanzt, für den ist der Zeichnen Lernen Kurs vielleicht ein guter, preiswerter Einstieg, auch wenn er schon seit 6,5 Jahren auf dem Markt ist und sich rein auf Grauwert-Übungen konzentriert.

Mein Fazit zum Porträtweg
Ist der Menschen Zeichnen Masterkurs für jeden geeignet? Wenn du die Disziplin hast, dich durch die Anatomie zu beißen, ja. Die Rückgabequote von nur 1,1% spricht eine deutliche Sprache – wer einmal dabei ist, schätzt die Tiefe des Wissens. Für mich war es ein harter Brocken, aber ein lohnenswerter. Ich habe gelernt, geduldig mit mir zu sein, genau wie ich es früher mit meinen Erstklässlern war.
Wenn du erst einmal nur schnuppern willst, ob dir das Medium liegt, schau dir meinen Bericht zum Aquarell-Geschenk an sich selbst an. Aber wenn du wirklich Gesichter verstehen willst, ist der Porträtweg die ehrlichste, wenn auch anspruchsvollste Route. Mein Enkel hat letzte Woche übrigens mein neuestes Bild gesehen. Er sagte: 'Oma, die Nase sieht diesmal gar nicht aus wie eine Kartoffel!' Mehr Lob brauche ich an einem Sonntagvormittag nicht.
Menschen Zeichnen Masterkurs
Vorteile
- ▸ Sehr klare 12-Wochen-Struktur für systematisches Lernen
- ▸ Enorme Tiefe bei anatomischen Details (Mund, Nase, Augen)
- ▸ Hohe Qualität, die man an der geringen Rückgabequote merkt
- ▸ Man lernt wirklich zu sehen, nicht nur abzuzeichnen
Nachteile
- ✗ Hohes Tempo für absolute Zeichen-Anfänger
- ✗ Erfordert viel Geduld und Frustrationstoleranz beim Bleistift-Teil